SW Gewässerschutzanlage

Allgemeine Downloads für AQUAprotect SW Gewässerschutzanlage


Fertigteilbehälter für den Gewässerschutz

Die erforderlichen Becken für die Retention bzw. Reinigung der Abwässer wurden bisher als Erdbecken oder Ortbetonbecken ausgeführt. Das notwendige Speichervolumen für gefährliche Flüssigkeiten wird für Gewässerschutzbecken meist mit mindestens 40.000 Liter vorgeschrieben. Dies entspricht etwa der Flüssigkeitsmenge von zwei voll beladenen Tankwagenzügen.

Die Weiterentwicklung der industriellen Fertigung von Betonbehältern bietet nun eine interessante Alternative zu voluminösen Ortbetonbecken. Durch ein spezielles Verschraubungs- und Dichtsystem wurde eine Verbindungsmöglichkeit für Betonfertigteile geschaffen, die sowohl hohem Erddruck als auch Wasserdruck dauerhaft standhält. Dies ermöglicht den Bau von Großbehältern aus Fertigteilmodulen. Die sichere Dichtheit des Systems ist dabei oberstes Gebot.

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat die SW Umwelttechnik unter Mitwirkung namhafter Institutionen aus der konstruktiven Fertigteiltechnik und Betontechnologie, die technischen Grundlagen für zwei neue Produktzweige erarbeitet. Hinter den Bezeichnungen AQUAstore und AQUAprotect verbergen sich innovative Produkte modernster Fertigteiltechnik. Während der Großbehälter AQUAstore vorwiegend der Speicherung von Flüssigkeiten dient, sorgt die Gewässerschutzanlage AQUAprotect für die technische Aufbereitung des kontaminierten Abwassers. Dabei wird je nach Abwasseranfall retendiert und aufbereitet oder direkt im Durchlaufprinzip gereinigt.

Entsprechend dimensionierte Retentionsräume puffern selbst stärkste Regenereignisse, sodass ein gleichmäßiges, effizientes Abarbeiten der Abwassermengen gewährleistet ist. Für den Katastrophenfall sind die Anlagen mit automatischen oder manuell zu bedienenden Verschlusseinrichtungen ausgestattet. Im Erstfall muss eine Menge von bis zu 40.000 Liter gefährliche Flüssigkeit zurückgehalten werden. Die Ausführung der einzelnen Reinigungsstufen für den Normalbetrieb steht in Abhängigkeit zu den jeweils geforderten Ablaufwerten. Schlammfang und Ölabscheidung sowie Katastrophenschutz gehören in jedem Fall zur Standardausführung.

Koaleszenzeinsätze zur Abscheidung feinster Ölpartikel sowie verschiedene Filtrationsmöglichkeiten stehen je nach behördlicher Anforderung zur Auswahl. Dabei setzt man auf selbstreinigende Schrägplattentechnik und Filtermaterialien mit hohen Wasserdurchlässigkeitsvermögen. Vom Filter werden die im Wasser gelösten Schadstoffe adsorbiert. Die Ableitung des gereinigten Abwassers erfolgt dann über flächengroße Versickerungsbecken oder, sofern vorhanden, in entsprechend wasserführende Vorfluter.

In intensiver Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien und zahlreichen Experten aus dem Bereich des Gewässerschutzes wurden spezielle Filtermaterialien für die jeweiligen Einsatzbereiche erforscht und entwickelt. Diese Filtermaterialien sind speziell für den Einsatz an stark belasteten Straßen (Autobahnen und Schnellstraßen), stark frequentierten Großparkplätzen sowie für den Spezialbereich Tunnelbau vorgesehen.

Hydraulisch können mit dem AQUAprotect System bis zu 500l/s verarbeitet werden. Das entspricht etwa der anfallenden Wassermenge einer Einzugsfläche von ca. 33.000m². Durch die hohe hydraulische Leistung ist es möglich, kompakte Anlagen zu konzipieren, die auch bei beengten Platzverhältnissen zum Einsatz kommen können.