Fischwanderhilfen

Fischwanderhilfen (Fischaufstiegshilfen, Fischleitern) sind Umgehungshilfen, die bei Querbauwerken wie z.B. bei Dämmen eingesetzt werden. Sie ermöglichen
es Fischen und Kleinlebewesen, bauliche Barrieren in Fliessgewässern zu überwinden, um z.B. zu ihren Laichplätzen flussaufwärts wandern zu können. Beim Bau von Fischwanderhilfen müssen zwei Aspekte berücksichtigt werden. Erstens: Der Einstieg muss für die Fische auffindbar sein. Dazu muss es eine so
genannte Lockströmung geben. Das heißt, die Geschwindigkeit der Hauptströmung, die den Fisch anlockt, muss an die jeweilige Fischart und an jene
Fließgeschwindigkeit angepasst werden, die nötig ist, damit der Fisch näher kommt, aber nicht zurückgespült wird. Zweitens muss die Durchgängigkeit des Sohlsubstrates (Flussbett) gewährleistet sein. Erst, wenn beide Punkte erfüllt sind, wird die Fischwanderhilfe angenommen.