Fischwanderhilfen

Fischwanderhilfen (Fischaufstiegshilfen, Fischleitern) sind Umgehungshilfen, die bei Querbauwerken wie z.B. bei Dämmen eingesetzt werden. Sie ermöglichen
es Fischen und Kleinlebewesen bauliche Barrieren in Fließgewässern zu überwinden, um z.B. zu ihren Laichplätzen flussaufwärts wandern zu können. Beim Bau von Fischwanderhilfen müssen zwei Aspekte berücksichtigt werden. Erstens: Der Einstieg muss für die Fische auffindbar sein. Dazu muss es eine so
genannte Lockströmung geben. Das heißt, die Geschwindigkeit der Hauptströmung, die den Fisch anlockt, muss an die jeweilige Fischart und an jene Fließgeschwindigkeit angepasst werden, die nötig ist, damit der Fisch näher kommt, aber nicht zurückgespült wird. Zweitens: Die Durchgängigkeit des Sohlsubstrates (Flussbett) muss gewährleistet sein. Erst wenn beide Punkte erfüllt sind, wird die Fischwanderhilfe angenommen.


Schlitzpass

Allgemeine Downloads für Schlitzpässe

Ökologische Gründe

Ca. 80% der heimischen Fischfauna stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Art

  • Laichwanderung unterbunden
  • Beste Laichplätze sind nicht erreichbar
  • Populationsaustausch unterbunden
  • Wiederbesiedelung nach Katastrophen: Katastrophendrift bei Hochwässern, Gewässergütekatastrophen

Kriterien für die Planung

  • Fischpass muss für alle Fische zu jeder Jahreszeit passierbar sein, auch für schwimmschwache oder bodenlebende Arten (z.B.: Koppe)
  • Einstieg muss auffindbar sein
  • Situierung: Optimalerweise am Prallhang in der Nähe des Turbinenauslaufs bzw. gleich hinter dem Tossbecken
  • Lockströmung

 Vorteile

  • Unempfindlich gegenüber schwankenden Ober- und Unterwasserständen
  • Turbulenzarme, durchgehende Strömung
  • Großer Tiefenbereich für Wanderung verfügbar
  • Sohlsubstrat kann eindriften
  • Geringer Wartungsaufwand durch Selbstreinigung (Bäche mit großem Geschiebetrieb)
  • Geringer Platzbedarf (Grundeinlöse)
  • Hydraulisch gegenüber natürlichen Fischwanderhilfen besser erfassbar
  • Dotationsbandbreite von 100l/s bis 1000l/s möglich (Einsatzmöglichkeit von kleinen Bächen bis großen Flüssen)

 

 

Ihr Ansprechpartner:

DI Walter Zenz
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